Solarstraße als Radweg testen – Mobilitäts- und Energiewende zusammendenken

Gerade einmal 35 Quadratmeter Fläche hat die Solarstraße an der Zeche Westerholt, doch das reicht, um eines der energetisch sanierten Torhäuser der einstigen Schachtanlage komplett mit Strom zu versorgen. „Da geht noch mehr“, ist der GRÜNE Stadtverordnete David Fischer von den Ergebnissen der Testphase der Solarstraße überzeugt: „Man sollte zumindest ein Teilstück eines neuen Radwegs mit den Solarmodulen ausstatten. Ein solcher Test könnte zeigen, ob so ausgestattete Radwege geeignet sind, um gleich zwei Ziele zu erreichen, nämlich die Mobilitäts- und die Energiewende.“ Der erzeugte Strom könnte genutzt werden, um die Energie zum Laden von E-Bikes oder auch zur Beleuchtung von Radwegen zu nutzen.

„Inzwischen hat man ja aus Fehlern der Vergangenheit gelernt. Wenn sich bei Tests mit PKW die solarbetriebenen Ladestationen als nicht stabil genug herausgestellt haben, sollte man es mal mit einer Solar-Fahrradstraße versuchen“, so David Fischer. Die hier gemachten Erfahrungen ließen sich dann möglicherweise auch auf andere Anwendungen übertragen.

Die Überlegung, die Photovoltaik-Module des Berliner Startup Solmove auf Parkplätzen zu testen, begrüßt der GRÜNE Oberbürgermeisterkandidat: „Man sollte aber nicht nur prüfen, welche Parkplätze so gelegen sind, dass genügend Solarenergie gewonnen werden kann, sondern eben auch geeignete Radwege in die Überlegungen miteinbeziehen.“ Rund 90.000 Euro hat die Solarstraße auf dem ehemaligen Zechengelände gekostet. Gut angelegtes Geld finden die Gelsenkirchener GRÜNEN und fordern, die Neue Zeche Westerholt konsequent zu einer Zentrale zur Entwicklung nachhaltiger Energieerzeugung auszubauen.

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