Schulbetrieb mit vielen offenen Fragen

Umsetzung der Hygienevorschriften und Ausübung von Distanzunterricht werden schwierig

Das Bildungsministerium des Landes NRW hat am 03.08.2020 die Bedingungen verkündet, wie die Wiederaufnahme eines angepassten Schulbetriebs in Corona-Zeiten zu Beginn des Schuljahres 2020/2021aussehen soll. Die GRÜNE Ratsfraktion vermisst nach wie vor rechtzeitige Kommunikation und ausreichenden Sachverstand bei den Entscheidungen der Landesregierung und dem Schulministerium.

David Fischer, bildungspolitischer Sprecher der GRÜNEN und Oberbürgermeisterkandidat erklärt hierzu: „Es ist wichtig, dass alle Schülerinnen und Schüler wieder Regelunterricht bekommen. Aber dafür müssen in Pandemie-Zeiten die Rahmenbedingungen stimmen und hier lässt die schwarz-gelbe Landesregierung mit ihren späten und teilweise unklaren Anweisungen mal wieder die Kommunen, die Schulen und Familien im Stich.“

Für viele Schulen in Gelsenkirchen dürfte die Umsetzung der Hygienevorschriften schwierig werden. So dürfen beispielsweise Klassenräume, die nicht vernünftig gelüftet werden können, nicht mehr für Unterricht genutzt werden. „Der Sanierungsstau an den Gelsenkirchener Schulen, den die Gelsenkirchener SPD mit zu verantworten hat, verschärft die Lage hier vor Ort zusätzlich“, erläutert Fischer. „Ich denke da z. B. an die vielen defekten Fenster an der Gesamtschule Berger Feld, die aus Sicherheitsgründen nicht mehr geöffnet werden dürfen.“

Auch bei der Ausstattung der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten ist noch völlig unklar, wann sie diese wirklich nutzen können. Dazu erklärt Fischer: „Die Förderrichtlinie kam so spät, dass es fraglich ist, ob die Gelsenkirchener Schulen zum Schulbeginn ausreichend ausgestattet sind. Sollte es in den nächsten Wochen in Schulen erforderlich werden, wieder Distanzunterricht durchführen zu müssen, würden Kinder und Jugendliche ohne Endgeräte weitere Wochen vom Unterricht ausgeschlossen. Das ist nicht akzeptabel!“

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