Rettet die Bienen jetzt!

Bienen produzieren leckeren Honig und werden in den letzten Jahren zunehmend durch Pestizide gefährdet. Mit diesen Grundinformationen waren die meisten BesucherInnen am 20. September zur Filmveranstaltung ins Gemeindehaus der Apostelkirche gekommen. Ein differenzierter Blick auf die Bienen ist nötig, das erklärte in beeindruckenden Bildern der Film „More than Honey“.

Wie viel wichtiger Bienen jedoch für die Pflanzenbestäubung sind, zeigt der Regisseur Markus Imhoof bei seinen Interviews in der Schweiz, USA und China. Verantwortlich für den massenhaften Rückgang von Insekten weltweit ist die extensive Landwirtschaft mit dem Einsatz von Pestiziden. Dadurch nimmt die genetische Vielfalt von Pflanzen und Tieren ab. Das hat in China bereits dazu geführt, dass es in großen Regionen keine Bienen mehr gibt. Hier müssen Landarbeiterinnen mühsam die Pflanzen per Hand bestäuben, das ist teuer und wesentlich weniger effektiv.

Die Veranstaltung kam durch eine gute Kooperation der Grünen mit der evangelischen Trinitatisgemeinde und dem Imker Ralf Berghane vom Bioland-Hof aus Beckhausen zustande, eine Zusammenarbeit, die fortgesetzt werden sollte.

In der Diskussion wurde deutlich, wie zögerlich die Verbote der Pflanzengifte erlassen werden, zu viele Geschäftsinteressen stehen dagegen !

Was können wir einzeln in dieser Situation tun?

  • Besser Bescheid wissen hilft sicher zu einer sorgfältigeren Entscheidung beim Honigkauf nach Herkunft und Qualität.
  • Nach der Veranstaltung wurden eine ganze Reihe von „Insektenhotels“ verkauft, die Wildbienen einen Brutplatz bieten – auch geeignet für den Vorgarten oder Balkon.
  • Vorgärten „insektenfreundlich“ begrünen und Pflanzengifte vermeiden.
  • Für Interessierte gibt es Imkerkurse, die zu finden sind unter https://www.mellifera.de/imkerkurs

Genau passend war der Beschluss des Gelsenkirchener Umweltausschusses wenige Tage vorher, künftig bei der Verpachtung städtischer Ackerflächen kein Glyphosat mehr zuzulassen.

Von den Gelsendiensten ist zu fordern, dass mehr städtische Flächen angelegt und artenreich bepflanzt werden.

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