Neues Zentralbad muss zentral bleiben!

Die GRÜNEN werden in der kommenden Ratssitzung für die Beibehaltung des bisherigen einstimmigen Ratsbeschlusses stimmen. Burkhard Wüllscheidt, stellv. Fraktionsvorsitzender: „Wir hoffen, dass auch die SPD aus dem mühsam erreichten Bäderkonsens nicht aussteigen wird. Nach dem bisherigen Verlauf des Prüfungsprozesses durch die Verwaltung und der in diesem Rahmen erfolgten Kommunikation mit dem RVR und der Stadt Essen können wir uns kaum vorstellen, dass in der Verwaltungsvorlage dem Rat ernsthaft vorgeschlagen werden könnte, die Standortentscheidung für das Zentralbad in Richtung Nienhausen abzuändern.“

Nach Wahrnehmung der GRÜNEN hatten die Stadt Essen und der RVR bisher kein besonders ausgeprägtes Interesse, die Sanierung des Revierpark-Freibades in Angriff zu nehmen. Burkhard Wüllscheidt, stellvertretender Fraktionsvorsitzender: „Wir befürchten deshalb, dass bei einer abgeänderten Ratsentscheidung für die Errichtung des Zentralbades in Nienhausen dieses Interesse letztlich noch geringer werden könnte und am Ende zwar das neue Zentralbad in Nienhausen steht, aber das Freibad sogar geschlossen ist. Die Umsetzung des Bäderkonzeptes in Gelsenkirchen durch die Stadtwerke sollte deshalb weiterhin getrennt von der Freibad-Sanierung im Revierpark verfolgt werden.“

Die Sanierung des Freibades in Nienhausen mit der Standortentscheidung für das Zentralbad zu verknüpfen war ein Irrweg!
Unbestritten ist, dass das fast 50 Jahre alte Freibad in Nienhausen stark sanierungsbedürftig ist und auch nach Meinung der GRÜNEN saniert und aufgewertet werden sollte. Peter Tertocha, Fraktionsvorsitzender: „Die Lösung dieses Problems mit der Standortentscheidung für das neue Zentralbad zu verknüpfen, ist allerdings von Anfang an ein Irrweg gewesen. Denn nach unserer unveränderten Meinung sollte das neue Zentralbad wie bisher zentral im Süden der Stadt angesiedelt werden, mit öffentlichen Verkehrsmitteln besonders gut verknüpft sein und insbesondere für das Schulschwimmen möglichst kurze Fahrzeiten ermöglichen. Die Abwägung dieser Argumente gegenüber möglichen und in ihrer Höhe eher fraglichen Synergieeffekten bei den Betriebskosten durch die Zusammenlegung der Standorte sprechen aus unserer Sicht weiterhin eindeutig für einen Zentralbad-Neubau direkt neben dem bisherigen Standort.“

Sanierung Freibad Nienhausen und Umsetzung Bäderkonzept sollten getrennt verfolgt werden!
Die Sanierung des Freibades Nienhausen wird aus Sicht der GRÜNEN aller Wahrscheinlichkeit sicherlich mehr als 10 Mio. € erfordern. „Die anschließenden Betriebskosten bei einem sanierten Freibad und wieder höheren BesucherInnen-Zahlen dürften kaum höher sein als jetzt“, meint Burkhard Wüllscheidt, der auch Mitglied der Aufsichtsräte der Stadtwerke und der Freizeitmetropole Ruhr GmbH ist. „Für eine solche Sanierung steht allerdings nicht die Stadt Gelsenkirchen alleine in der Verantwortung. Der Revierpark Nienhausen ist seit 2018 Bestandteil einer Dachgesellschaft des RVR, der Freizeitmetropole Ruhr GmbH. Innerhalb der Gesellschaft sind für Nienhausen insbesondere die Gesellschafter RVR, Stadt Essen und Stadt Gelsenkirchen für die Sicherung notwendiger Investitionen im Grundsatz verantwortlich. Deshalb müsste für eine Freibadsanierung ein Konzept mit einem Finanzierungs- und zeitlichen Umsetzungskonzept im Rahmen der neuen Dachgesellschaft der Revierparks entwickelt werden. Voraussetzung dafür ist aus Sicht der GRÜNEN, dass sich die 3 für Nienhausen insbesondere verantwortlichen Gesellschafter dazu verständigen. Gelänge dies, dürften auf die Stadt Gelsenkirchen nach den Gesellschafterverträgen eigentlich maximal nur 25% der Investitionskosten zukommen.“

Zur Vorgeschichte:
Auf Initiative der GRÜNEN hatten die drei größten Fraktionen im Oktober letzten Jahres einen Konsens im Streit um die Bäderzukunft gefunden, der dann im Rat einstimmig beschlossen worden war.
Auf Wunsch der SPD war die Umsetzung der darin enthaltenen Festlegung für einen Neubau des Zentralbades direkt neben dem bisherigen Standort für 6 Monate ausgesetzt worden. Die Verwaltung sollte „prüfen, unter welchen Bedingungen ein solches Hallenbad am Standort Revierpark alternativ realisierbar wäre, um damit zu einer Sicherung des dortigen Freibades und Gesundheitsparks beizutragen“.

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