Leserbrief der Stadtverordneten Ingrid Wüllscheidt an die WAZ:

Zur Berichterstattung über die Erkrankung einer Frau mit TBC vom 08.03.2016:

25 bis 35 Tuberkuloseerkrankungen zählt das Gesundheitsamt Gelsenkirchen im Schnitt jedes Jahr.
Da ich selbst im Bereich der Altenpflege tätig bin, weiß ich, dass diese Erkrankungszahlen völlig normal sind.
Mit Antibiotika behandelt, eine Infektionskrankheit wie viele andere.
Geschichtlich aber mit vielen Ängsten besetzt; wer kennt nicht die Blut hustenden Damen aus alten Filmen/Romanen, die die Schwindsucht dahinraffte.
Von den regelmäßig auftretenden Krankheitsfällen habe ich in der WAZ bislang noch nicht gelesen. Schon gar nicht in einem halbseitigen Artikel mit einer Hauptüberschrift wie z.B. „Rentnerin in der Seniorenwohnanlage xy an Tuberkulose erkrankt“.
Warum diese Unterschiede? Sie stärken doch nur die Vorurteile, dass Flüchtlinge alle möglichen Krankheiten mitbringen.
Dabei sind diese (im Fall der Tuberkulose) schon lange hier.

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