Horster Grüne wollen Quartiers- und Familienbüro für Horst-Süd

Bis zum Jahr 2013 waren das Bürgercenter und die Stadtbücherei in Horst-Süd an der Schlossstraße Ecke Markenstraße beheimatet. Dann folgte der Umzug in die aufwendig sanierte Vorburg des Schloss Horst. Seitdem ist das Ladenlokal der ehemaligen Stadtbücherei in direkter Nachbarschaft zur Einkaufsstraße in Horst-Süd heruntergekommen und wird als Lager sowie Müllablageplatz genutzt. Dies wollen zwei Grüne aus Horst nun ändern. „Wir brauchen dringend eine Quartiersentwicklung für den Horster Süden. Hierfür halten wir das Ladenlokal in unmittelbarer Nähe zum Zentrum an der Markenstraße für geeignet, um dort zusätzliche Impulse zu setzen. Deshalb wollen wir, dass eine solche Nutzung der ehemaligen Stadtbücherei geprüft wird, um dort ein Quartiersbüro und ein Familienbüro einzurichten“, teilt der Bezirksverordnete der Grünen, Mirco Kranefeld, mit.

Die grüne Direktkandidatin für Horst-Süd, Judith Zimmermann, erläutert: „Ein solches Quartiersbüro soll als soziale Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger dienen. Ein Familienbüro dient als Begegnungs- und Beratungsstelle wie das Beispiel in der Innenstadt zeigt. Genug Platz wäre vorhanden. Er muss nur entsprechend genutzt werden.“ Die beiden Horster Grünen sind sich einig, dass der Bedarf besteht und der Stadtteil dringend unterstützt und aufgewertet werden muss. Dies macht nach deren Einschätzung Gespräche mit Vermietern und eventuellen Nutzern des Ladenlokals notwendig. „Seit dem Umzug in die Vorburg zum Schloss Horst ist der Bereich um die Markenstraße immer mehr aus dem Blickfeld geraten. Dies muss sich dringend ändern. Eine öffentliche Nutzung des früheren Bürgercenters wäre da ein wichtiger Schritt.“, sagt Judith Zimmermann, die auch für die Bezirksvertretung West kandidiert.   Kranefeld umschreibt es folgendermaßen: „Leuchtturmprojekte reichen nicht aus. Horst-Süd ist mehr als der Nordsternpark!“

Unterstützung erhalten die beiden von der Stadtverordneten und sozialpolitischen Sprecherin der Grünen, Ingrid Wüllscheidt. Sie ist der Auffassung, dass diese Maßnahme und das neu eröffnete Büro von AWO und Diakonie an der Harthortstraße sehr gut zueinander passen würden, zumal diese an beiden Enden der Markenstraße angesiedelt wären. „Das jetzt geschaffene Angebot der sozialen Träger schließt ein Quartiers- und Familienbüro in Horst-Süd nicht aus. Im Gegenteil würden sich beide sozialen Einrichtungen sogar ideal ergänzen.“, so Wüllscheidt.

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