(Personen von links nach rechts): Ingrid Wüllscheidt, Birgit Wehrhöfer, Bernd Rudde, Stefanie Funke und Anke Jedamzik von Bündnis 90/Die Grünen wurden von Dr. Rolf Heinrich, Vorsitzender der Bürgerstiftung "Leben in Hassel" und Volker Miesczynski, stv. Geschäftsführer, durch das Bonni geführt

Grüne wollen in allen Stadtquartieren Treffpunkte schaffen

Besuch des „Bonni“ in Hassel

Bündnis 90/DIE GRÜNEN wollen in allen Stadtquartieren Treffpunkte schaffen und fördern, die allen Menschen, die dort leben, offenstehen. Wie so etwas gehen kann, haben sie sich im Stadtnorden das Stadtteilzentrum Hassel, das alle nur „Bonni“ nennen, angesehen.

„Es ist beeindruckend, was hier gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, dem Land, der Stadt und Partnern aus der Wirtschaft entstanden ist“, fasst Ingrid Wüllscheidt, sozialpolitische Sprecherin der Grünen zusammen. Begleitet haben sie Birgit Wehrhöfer, Listenplatz 5 bei der Kommunalwahl, Stefanie Funke und Bernd Rudde, die beide für die Bezirksvertretung Nord kandidieren, sowie Wolfram Schneider und Anke Jedamzik.

Beim Besuch des „Bonni“ zeigte sich aber auch, dass Stadt und Land bürgerschaftliches Engagement vor Ort noch stärker unterstützen und begleiten müssen. „So hat sich zum Beispiel gezeigt, dass die Einnahmen aus dem Catering oder aus der Fahrradwerkstatt nicht reichen, um die sozialen Projekte in Hassel gegenzufinanzieren“, so Birgit Wehrhöfer. Weitere Schwierigkeiten resultieren daraus, dass einige Fördermittel zunächst vorfinanziert werden müssen oder auch immer wieder von neuem Förderanträge gestellt werden müssen, um etwa Beratungsangebote aufrechterhalten zu können. „Damit sind viele bürgerschaftlich Engagierte überfordert. Ihnen wollen wir mit Quartiersfonds zur Seite stehen. Aus denen könnten zum Beispiel Honorarkräfte finanziert werden, die die zivilgesellschaftlichen Aktivitäten der Bewohnerinnen und Bewohner unterstützen“, erläutert Ingrid Wüllscheidt.

In Stadtviertel, in denen das Zusammenleben wegen erschwerter Bedingungen besonders gefördert werden muss, wünschen sich Grüne professionelle Quartiersmanagerinnen oder -manager, die dauerhaft finanziert dabei helfen, Lösungen zu finden. „Das sind zum Beispiel Quartiere wie Schalke-Nord, Teile von Ückendorf oder Rotthausen oder andere Viertel mit einem hohen Leerstand oder verwahrlosten Häusern“, stellt Birgit Wehrhöfer fest.

Auf Initiative der Grünen sind für die Verstetigung und Weiterentwicklung der sozialen Quartiersarbeit im Haushalt der Stadt für das Jahr 2020 250.000 € eingestellt worden. Mit diesen Mitteln werden zunächst eine Bestandsaufnahme bereits bestehender Angebote durchgeführt und Konzepte der Quartiersarbeit für weitere Stadtteile entwickelt.

 

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