Grüne wollen Aufklärung und Unterstützung für Inox Air

„Die Empörung von Inox Air scheint gerechtfertigt! Als ich am Donnerstag letzter Woche das Schreiben des Luftgeräteherstellers aus Gelsenkirchen erhielt, habe ich sofort zum Telefonhörer gegriffen.“, erläutert David Fischer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und bildungspolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion. „Als die Landesregierung am 9. November letzten Jahres die Förderrichtlinie für technische Maßnahmen zum infektionsschutzgerechten Lüften in Schulen für sage und schreibe 50 Mio. Euro erlassen hat, haben umgehend alle Schulträger ihre Bedarfe ermittelt. Das hat auch Gelsenkirchen getan, wie die Verwaltungsvorlage im Bildungsausschuss am 11.02.2021 beweist. Leider scheint hier die von der GroKo im Wahlkampf vollmundig angekündigte Unterstützung der lokalen Wirtschaft fehl geschlagen zu sein. Unabhängig vom dringenden Beschaffungsbedarf der aktuell 192 Geräte für Gelsenkirchener Schulen, deren Bestellung bereits im Ausschuss für Bau und Liegenschaften am 02.02.2021 beschlossen wurde, haben wir Grüne offene Fragen an die Verwaltung, die wir möglichst in der nächsten Woche beantwortet haben wollen.“, so David Fischer.

Unterstützt wird der Grüne Bildungsexperte vom Vorsitzenden des Grünen Kreisverbandes,  Jan Dworatzek: „Es ist unverständlich, warum man einem mittelständischen Unternehmen,  das in Gelsenkirchen Arbeitsplätze sichert, offensichtlich mehr als 600.000 € entgehen lässt. Zumal hier eine hundertprozentige Förderung des Landes gewährleistet ist.
Für den technischen Support oder die Wiederbeschaffung ist es bei der jetzt notwendigen dringlichen Beschaffung und der langfristigen Aufrechterhaltung der Funktionalität doch mehr als sinnvoll ein Gelsenkirchener Unternehmen – mit entsprechend kurzem Lieferweg – zu beauftragen. Wenn dieses Unternehmen dann auch noch, wie aus Firmen-Kreisen zu vernehmen, preiswerter ist und vielleicht sogar schneller liefern könnte, ist die Nicht-Berücksichtigung von Inox Air so gar nicht nachzuvollziehen.“

Die Grünen werden der Verwaltung noch am Wochenende folgenden Fragenkatalog zusenden:

  1. Aus welchen Gründen wurde beim Beschaffungsvorgang für die 192 Luftreinigungsgeräte an Gelsenkirchener Schulen die Firma Inox Air unberücksichtigt gelassen, obwohl diese der Stadt als passender Gerätehersteller einschlägig und nachweislich bekannt ist?
  2. Wie geht die Verwaltung mit dem offensichtlichen Fauxpas und der Firma Inox Air im Nachgang um?
  3. Wie kann die Verwaltung zukünftig vermeiden, dass Gelsenkirchener Unternehmen bei solchen Beschaffungen unberücksichtigt bleiben?
  4. Gibt es weiteren Beschaffungsbedarf von entsprechenden Luftreinigungsgeräten für Schulen oder andere städtische Einrichtungen?
  5. Welche Reinvestitionskosten werden für die Beschaffung von entsprechenden Luftreinigungsgeräten berücksichtigt?
  6. Abschließend wünschen sich die Grünen künftig einen transparenteren und faireren Umgang mit der lokalen Wirtschaft und der Politik gleichermaßen.

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