Graf Bismarck: Grüne halten Nachtfahrverbot für unzureichend

Das von der Stadtverwaltung im Stadtquartier Graf Bismarck eingeführte Nachtfahrverbot greift nach Auffassung der Gelsenkirchener Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen viel zu kurz. Die Grünen sind der Meinung, dass zwingend weitere Maßnahmen folgen müssen.

„Das Nachtfahrverbot ist nur eine Maßnahme von vielen, um die Raser- und Poser-Szene aus dem Stadtquartier Graf Bismarck fernzuhalten. Diese Maßnahme alleine wird in diesem Bereich keine Beruhigung der unzumutbaren Situation herbeiführen“, sagt der verkehrspolitische Sprecher der Grünen Mirco Kranefeld, welcher sich klar für ein mit dem Gewerbe abgestimmtes Parkraumkonzept und bauliche Barrieren im Quartier ausspricht.

Der Stadtverordnete und Grüne Oberbürgermeisterkandidat David Fischer untermauert: „Die Situation vor Ort ist für die Anwohner von Graf Bismarck unhaltbar und von der Verwaltung viel zu lange unterschätzt worden. Wir erwarten zügig weitere Schritte, um die Anwohner besser zu schützen, damit das Stadtquartier die Lebensqualität bietet, welches es den Menschen vorher versprochen hat.“

Beide Kommunalpolitiker sind sich voll und ganz bewusst, dass ein Verbot zudem nur so gut sein kann wie die Kontrolle dessen Einhaltung, weshalb beide sich deutlich für sogenannte „Mobile Wachen“ des Kommunalen Ordnungsdienstes und regelmäßige Geschwindigkeitsmessungen aussprechen.
Kranefeld meint dazu: „Mobile Wachen sind flexibler und günstiger als stationäre Wachen. Dies käme auch Graf Bismarck zugute.“

David Fischer stellt als Fazit fest: „Verstärkte Kontrollen an Ostern zu Corona-Zeiten sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Ich bin gespannt, ob und wie die Verwaltung zu weiteren Maßnahmen zur Verbesserung der Situation im nächsten Verkehrsausschuss Stellung bezieht. Es muss endlich konsequent gehandelt werden. Schließlich stehen Verwaltung und Politik bei den Anwohnern im Wort!“

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