Erster großer Erfolg des Widerstandes gegen Bäderschließungen

SPD scheint jetzt auch den Erhalt aller Standorte zu wollen! GRÜNE machen SPD und CDU Gesprächsangebot über das weitere Vorgehen

 

Nach den heftigen Diskussionen um die vorgelegte Machbarkeitsstudie im Sportausschuss und im Hauptausschuss in der letzten Woche scheint der große Widerstand in der Stadtgesellschaft einen ersten wesentlichen Erfolg zu zeigen.

Burkhard Wüllscheidt, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtwerke: „Die SPD scheint ihre bisherigen Absichten, mind. einen Bäderstandort zu schließen, aufgeben zu wollen. Damit wäre ein wichtiges Etappenziel erreicht und die Diskussion könnte sich auf die Klärung der zukünftigen Angebote an den vorhandenen Bäderstandorten konzentrieren. Schon im Aufsichtsrat der Stadtwerke und später in den Ratsgremien hatten wir GRÜNE zunächst ziemlich allein auf weiter Flur diese grundsätzliche Haltung eingenommen. Umso mehr freut uns nun diese Entwicklung, wenn sie denn von der SPD im weiteren Prozess beibehalten wird.“

Fraktionsvorsitzender Peter Tertocha: „Auf Grund dieser Entwicklung wollen wir SPD und CDU ein Gesprächsangebot machen. Wir würden gerne noch im Juli mit beiden großen Fraktionen ein erstes Gespräch darüber führen, ob es auf der Grundlage des gemeinsamen Willens zum Erhalt der vorhandenen Bäderstandorte Möglichkeiten zu einem versachlichten weiteren Klärungsprozess gibt. Dieser weitere Prozess wäre dann befreit von der Belastung durch Schließungsszenarien und die Diskussion könnte sich auf die Weiterentwicklung dieser Standorte konzentrieren, um am Ende zu einer breiten Mehrheit im Rat der Stadt für ein Bäderkonzept für die zukünftigen Generationen zu kommen.“

Das Gesprächsangebot und eine Einladung dazu seitens der GRÜNEN sind bereits erfolgt.

Tertocha: „Wir sehen schon jetzt viele Übereinstimmungen (z.B. grundsätzliche Berücksichtigung eines 50m-Hallenbeckens) bezüglich der Vorstellungen welche Schwimmangebote zukünftig in Gelsenkirchen gesichert werden sollen. Die Frage ist wo macht was Sinn und wie ist was in welchem Zeitraum und welcher Reihenfolge zu realisieren und von wem (Stadt/Stadtwerke) zu finanzieren.“

Wüllscheidt: „Die GRÜNEN würden in eine solche Diskussion auf der Basis des Erhaltes aller vorhandenen Standorte folgende Vorstellungen und Eckpunkte einbringen:

  • Öffentliche funktionale Hallenbäder in Horst und am Standort Zentralbad insbesondere für das Schulschwimmen und den Vereinssport neben dem unstrittigen Hallenbad Buer.
  • Kombibad am Standort Sportparadies mit Erlebniselementen insbesondere für Familien und einem 50m-Hallenbecken durch Neubau oder Sanierung/Teilumbau des Sportparadieses.
  • Standort Revierpark des RVR ist für die GRÜNEN kein geeigneter Standort für das Schulschwimmen.
  • Lösungen müssen während der Sanierungs- und Neubauzeiten den Weiterbetrieb des aktuellen Angebotes möglichst weitgehend ermöglichen.

Hallenbad Buer, Jahnbad und RVR-Revierparkfreibad bleiben im Status quo erhalten, zumal in der bisherigen Debatte von keiner Seite Schließungsabsichten verfolgt worden sind.“

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