Das Land muss Gelsenkirchen beim Umstieg auf eine klimafreundliche Energieversorgung stärker unterstützen

NRW könnte seinen Stromverbrauch und den Wärmeverbrauch aller Gebäude vollständig klimaneutral decken, die Potentiale sind da. Doch diese Potentiale bleiben in vielen Kommunen noch zu oft ungenutzt. So hat Gelsenkirchen beispielsweise erst 5,5 Prozent des Windpotentials ausgeschöpft und liegt im Landesvergleich auf Platz 234. Noch schlechter sieht es bei der Photovoltaik aus. Dort sind in Gelsenkirchen erst 2 Prozent des verfügbaren PV-Dach Potentials ausgeschöpft.

NRW ist mit gerade einmal 16 Prozent Anteil Erneuerbarer beim Strom unter den Bundesländern weit abgeschlagen und weit entfernt vom Bundesdurchschnitt, der im letzten Jahr bei etwa 45 Prozent lag. Bei der Windenergie nutzt NRW nur etwa 16 Prozent der Potentiale und bei der Solarenergie sind es nicht einmal 5 Prozent. Auffallend in den von der Landesregierung veröffentlichten Daten ist vor allem, wie unterschiedlich der Stand der Energiewende zwischen den Regionen und einzelnen Kommunen, auch in direkter Nachbarschaft, ist.

Zum einen fehlen in vielen Kommunen die Mittel, um den Ausbau Erneuerbarer Energien oder die Wärmewende zu unterstützen. Zum anderen weigert sich die Landesregierung ermöglichende und klare Rahmenbedingungen zu setzen.

Dazu erklärt Burkhard Wüllscheidt, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN Ratsfraktion Gelsenkirchen:

„Wir fordern, dass die Landesregierung die Rahmenbedingungen für den Ausbau Erneuerbarer Energien massiv verbessert, damit die NRW-Kommunen ihren Beitrag zur Erreichung der Ausbauziele liefern können. Gleichzeitig brauchen wir in Gelsenkirchen und anderen Kommunen flächendeckend und langfristig mehr Unterstützung für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Ob die Energiewende gelingt und Deutschland seine Klimaziele erreicht, entscheidet sich aber auch hier vor Ort bei uns in Gelsenkirchen. Im Vergleich zu anderen Kommunen in NRW können wir in Gelsenkirchen durch einen weiteren Ausbau der Erneuerbaren noch mehr zur Energiewende beitragen.“

Für die GRÜNEN ist diese Frage damit ein wesentlicher Baustein des kommunalen Klimakonzeptes und muss in diesem aufgegriffen werden, um den Anteil regenerativer Energieversorgung in Gelsenkirchen zu erhöhen. Die Stadtwerke mit ihrer Photovoltaik-Tochter EPG muss dabei dazu genutzt werden, endlich die lokale Ökostrom-Produktion massiv auszubauen. Das wird für die GRÜNEN auch ein zentrales Thema bei möglichen Kooperationsverhandlungen nach den Kommunalwahlen sein.

„Der Ausbau Erneuerbarer Energien ist nicht nur klimapolitisch dringend geboten, sondern genauso eine Chance unsere Wirtschaft vor Ort mit sinnvollen Investitionen in eine zukunftsfähige Infrastruktur in der aktuellen Krise zu unterstützen.“, stellt der GRÜNE OB-Kandidat David Fischer abschließend fest.

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