Ausstattung mit digitalen Endgeräten zu Schulbeginn ist mehr als fraglich – Schwarz-gelbe Landesregierung schiebt die Verantwortung an Kommunen ab

Die schwarz-gelbe Landesregierung hat die Richtlinien für das Sofortausstattungsprogramm zur Beschaffung von schulgebundenen digitalen Endgeräten vorgelegt. Der GRÜNE bildungspolitische Sprecher und Oberbürgermeisterkandidat David Fischer bezweifelt, dass die digitalen Endgeräte bis zum Schulbeginn für die Gelsenkirchener Schülerinnen und Schüler einsatzbereit sind:

„Die Richtlinien zum Sonderprogramm zur Ausstattung von Schülerinnen und Schülern aus einkommensschwachen Familien kommen so spät, dass es mehr als fraglich ist, ob wir den Kindern und Jugendlichen zu Schuljahresbeginn Geräte zur Verfügung stellen können.

Ministerin Gebauer hat seit Mai wertvolle Zeit verstreichen lassen, um eine schnelle und unbürokratische Ausstattung sicherzustellen. Erst hat es Wochen gedauert, die Verwaltungsvereinbarung mit dem Bund in den Landtag zu bringen, dann hat es noch mal sage und schreibe vier Wochen gebraucht, bis die Ministerin nun endlich konkrete Förderrichtlinien vorlegt hat.

Jetzt müssen die Geräte erst beschafft und in die Supportstrukturen eingepflegt werden, zudem braucht es Anleitungen zum Umgang mit den Geräten. Auch sollen die Schulen die Schülerinnen und Schüler identifizieren, die Endgeräte erhalten sollen. Das alles braucht Zeit. Und ob die finanziellen Mittel überhaupt ausreichen, kann noch gar nicht abgeschätzt werden.
Falls mit Schulbeginn im Fernunterricht beschult werden muss, werden Kinder und Jugendliche ohne Endgeräte weitere Wochen vom Unterricht ausgeschlossen. Das ist nicht akzeptabel.“

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