Auch wer sich nicht distanziert, äußert eine Meinung

Durch die jüngste Berichterstattung der TAZ und der WAZ bezüglich der Mitgliedschaft von Jörg Schneider in der Burschenschaft Hamburg Germania wird einmal mehr und endgültig deutlich, dass eine Verbindung zwischen rechtsextremem Gedankengut und AfD-Parteizugehörigkeit besteht. Herr Schneider selbst stellt diesen Zusammenhang auch nicht in Frage, sondern bestätigt bereitwillig, dass er viele AfD-Unterstützer*innen unter den Germania-Mitgliedern angetroffen habe.

„Herr Schneiders halbherzige Stellungnahme gegenüber der WAZ bezieht sich fast ausschließlich auf sein damaliges Verhalten und die Prüfung seiner Eignung durch die Bundeswehr. Uns geht es weniger darum, wie er sich während seiner aktiven Zeit in der Burschenschaft eingebracht hat, sondern wie er heute mit den öffentlich gewordenen Einschätzungen des Verfassungsschutzes umgeht.“, so Jan Dworatzek, Sprecher der Gelsenkirchener Grünen.

„Aus unserer Sicht würde nur eine Distanzierung von der Burschenschaft das Signal aussenden, dass man sich nicht mit der inhaltlichen Ausrichtung einverstanden erklärt.“, so Adrianna Gorczyk, Sprecherin der Gelsenkirchener Grünen. „Stattdessen malt Herr Schneider das Bild, dass sein Altherren-Status Ausdruck eines dankbaren und loyalen Charakters wäre. Aber Sympathien sind keine Entschuldigung dafür seiner Verantwortung als Mitglied nicht nachzukommen und sich mit der inhaltlichen Ausrichtung auseinanderzusetzen. Er macht ja nicht einmal Anstalten über die Verortung der Gruppe aufzuklären oder inhaltlich gegenzusteuern. Absurd sind nicht die Anschuldigungen, sondern seine Argumentation und schäbig der Versuch, die Gelsenkirchener Bevölkerung für dumm zu verkaufen.“, so Adrianna Gorczyk weiter.

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