Alternative mit 4 Bäderstandorten gehört in eine ergebnisoffene Prüfung!

„Verärgert haben die GRÜNEN zur Kenntnis genommen, dass bis heute keine schriftliche Verwaltungsvorlage zu den Tagesordnungspunkten Bäderkonzept in der heutigen Sportausschuss-Sitzung und der morgigen Hauptausschuss-Sitzung vorliegt. Verwundert stellen wir dazu fest, dass aber die Presse heute zu dem Punkt bereits im Rahmen einer städtischen Pressekonferenz informiert werden soll. Dazu scheinen die Ressourcen zu reichen. Für eine rechtzeitige Information der Politik zur Ermöglichung einer fundierten Diskussion in den Gremien wohl nicht“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Peter Tertocha.

Mit der vom Rat beschlossenen Machbarkeitsstudie war für die GRÜNEN immer die Prüfung und der fundierte Vergleich der bisher diskutierten Alternativen und Varianten und zusätzlicher Ideen des Gutachters verbunden gewesen. Nach den bereits vor einiger Zeit erfolgten Präsentationen von Zwischenergebnissen durch den Gutachter befürchten die GRÜNEN, dass diese Vorgaben so nicht umgesetzt werden. Die für heute und morgen vorgesehene Präsentation der fertigen Machbarkeitsstudie lässt ähnliches befürchten.

Burkhard Wüllscheidt, stellvertretender Fraktionsvorsitzender: „Das vom Gutachter in den bisherigen Zwischenberichten deutlich favorisierte zentrale Bad (neben dem nicht zur Diskussion stehendem Hallenbad Buer) folgt fast ausschließlich dem Gedanken eines hocheffizienten Angebotes bezüglich der Betriebsabläufe und der damit verbundenen Kosten. In der Folge gäbe es keine Angebote mehr am bisherigen Standort des Zentralbades und in Horst!“

Für eine ergebnisoffene vergleichenden Darstellung hatten die Grünen daher bei den Zwischenpräsentationen des Gutachters immer wieder gefordert, dass auch die bisher diskutierten Alternativen, die die städtischen Zentren im Süden und Norden und die großen Nebenzentren im Westen und Osten berücksichtigt, in der Machbarkeitsstudie betrachtet werden. Auch wenn diese nicht den Umfang der Einsparungen erbringt, wie eine zentrale Lösung im Berger Feld oder gar im Revierpark (den der Gutachter trotz seiner ausgeprägten Ortsrandlage unverständlicherweise ins Spiel gebracht hat). Ein zukunftsfestes Bäderkonzept darf nicht nur wirtschaftlichen Argumenten folgen, sondern muss auch die Bedarfe der verschiedenen Nutzergruppen wie Schulen, Vereine, Gesundheitsförderung, Freizeitgestaltung berücksichtigen und vor allem die Erreichbarkeit der Bäder für diese NutzerInnen und einer älter werdenden Stadtgesellschaft. Dazu passt in Gelsenkirchen kaum ein zentrales Angebot, sondern sicher eher die bewährte dezentrale Standortstruktur der Bäder.

Burkhard Wüllscheidt: „Für die GRÜNEN gehört daher in einer solchen Machbarkeitsstudie auch die Variante mit weiterhin 4 Standorten (neben den Freibädern Jahnbad und Revierpark), für die die GRÜNEN von Beginn an eingetreten waren:

Buer, Horst, Stadtmitte (bisheriges Zentralbad) und Berger Feld (bisheriges Sportparadies). Was an den einzelnen Standorten jeweils zu realisieren ist, sollte sich aus der Machbarkeitsstudie ableiten lassen einschließlich der groben Investitionskosten und Betriebskosten je nach Konzept für die einzelnen Standorte. Dazu gehört auch eine Lösung für ein für den Vereinssport nutzbares überdachtes 50m-Becken. Nur damit kann ein ergebnisoffener Vergleich mit allen Alternativen und Varianten durch die Verwaltung und den Rat tatsächlich erfolgen und eine Entscheidung getroffen werden. Und sei es über einen Bürgerentscheid, wenn es nicht zu einem breiten, weit über die SPD-Ratsmehrheit hinausgehenden Konsens kommt.“

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