Zukunft der Bäder weiter offen

Zurzeit wird eine Machbarkeitsstudie für ein gesamtstädtisches Bäderkonzept durch eine externe Gesellschaft erstellt. Bis zum Sommer will die Verwaltung dem Rat auf dieser Grundlage die Alternativen vorstellen. Nach der Sommerpause soll dann die Entscheidung im Rat fallen.

Rund 33 Mio. € soll nach aktuellen Untersuchungen alleine die Sanierung der Gesamtanlage „Sportparadies“ kosten – ohne jede konzeptionelle Weiterentwicklung der bisherigen Angebote. Mindestens 4 Mio. € wird die Sanierung des Hallenbades Horst nach Feststellung der Stadtwerke kosten. Mit rund 15 Mio. € sind schon vor geraumer Zeit die Kosten für eine Sanierung des Zentralbades festgestellt und unstrittig nicht als sinnvoll angesehen worden.

Die GRÜNEN stehen weiterhin für ein Konzept mit vier lokal verteilten und gut erreichbaren Standorten: drei Hallenbäder (Buer, Horst, Zentrum) und ein Freizeit- und evtl. Sportbad mit Erlebniselementen, ein sogenanntes Kombibad, am Standort Sportparadies in Erle. Die Realisierung wird einige Jahre erfordern und in Schritten erfolgen müssen. Sie kann nur durch ein gemeinsames, langfristig angelegtes Finanzierungs- und Betriebskostenkonzept von Stadt und Stadtwerken ermöglicht werden. Dieser Verantwortung wird sich die Stadt stellen müssen. Die absehbare wirtschaftliche Entwicklung der Stadtwerke lässt keine andere Lösung realistisch erscheinen.

Für uns sind in diesem Rahmen die wesentlichen offenen Fragen:

  • Ist die Sanierung des Sportparadieses sinnvoll oder ist ein Neubau mit einem zukunftsorientierten Angebotskonzept besser?
  • Soll der Ersatzbau für das Zentralbad am bisherigen Standort (einschl. Grundstück der ehemaligen Polizeiinspektion) errichtet werden, wie die GRÜNEN es vorgeschlagen haben?
  • Welche Wasserflächen, insb. Hallenbecken, benötigt Gelsenkirchen zukünftig für die Bedarfe des Schulschwimmens und des Schwimmsports sowie für Freizeit und Gesundheit?
  • Wie und wo kann ein 50m-Hallenbecken für die sportlichen Bedarfe integriert werden?

Fundierte Antworten und alternative Lösungen soll dazu die Machbarkeitsstudie liefern. Wir sind gespannt! Die jetzt gestellten Weichen für eine moderne Bäderlandschaft werden Generationen von Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchenern betreffen. Darum wollen wir GRÜNE, dass Entscheidungen hierüber in einem möglichst breiten Konsens der Ratsfraktionen getroffen werden. Sollte dies nicht erreichbar sein, muss aus unserer Sicht auch wieder ein Bürgerentscheid zur Debatte stehen. Ein alleiniges SPD-Basta wird der bisherigen breiten Diskussion in der Stadtgesellschaft keinesfalls gerecht.

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