Matthi Bolte MdL (rechts) und Jürgen Prekel bei GHH Fahrzeuge

#WELTBEWEGEN-Tour auch in Gelsenkirchen

Eine kleine Delegation der Gelsenkirchener Grünen besuchte am Freitagnachmittag im Kielwasser von Matthi Bolte-Richter MdL, Sprecher für Wissenschaft, Innovation, Digitalisierung und Datenschutz der grünen Landtagsfraktion, die GHH Fahrzeuge GmbH in der Emscherstraße und zeigte sich beeindruckt. Denn von außen betrachtet erwartete die Besucher eine eher zurückhaltende Architektur von in dezentem blau und weiß gehaltenem Bürogebäude und Hallen. Hinter den Türen und Toren eröffneten sich allerdings ungeahnte Welten.

Firmengebäude von Außen

Gigantische Fahrlader, Untertage Muldenkipper, sogenannte Berauberfahrzeuge und anderes schweres Gerät werden hier von High-Tech-Spezialisten entwickelt und in enger Abstimmung nach Kundenwunsch am PC mit komplexen CAD Programmen perfektioniert. Die Montage übernehmen bestens qualifizierte Techniker und Mechatroniker in entsprechend riesigen Hallen. Hier entsteht „Heavy Metall“, das von Gelsenkirchen, sprich „vonne Emscher aus“, in die ganze Welt geliefert wird.

„Wer denkt, dass unsere überragenden Kenntnisse und damit die Tradition des Bergbaus für immer verloren gehen, liegt voll daneben“. Für Dr. Jan Olaf Petzold, den Geschäftsführer des zur Schmidt-Kranz-Gruppe gehörenden Unternehmens, liegen die Kernkompetenzen von GHH Fahrzeuge in Tradition, Innovation und Qualität. Dabei wird deutlich: Wirtschaftlicher Erfolg und Effizienz stehen für die GHH nicht im Widerspruch zu Umweltfreundlichkeit und globaler Mitverantwortung. Im Gegenteil: Diese Faktoren garantieren zusammen mit gestiegenen Sicherheitsanforderungen zunehmend die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. „Ein weiteres Plus: Wir bei GHH sind in der Lage, Fahrzeuge in kleinen Stückzahlen und spezifisch auf den einzelnen Kunden zugeschnitten zu fertigen. Wir lernen auch, genauer hinzuschauen, wo auf der Welt welcher Bedarf notwendig ist. Dadurch können wir im fortschreitenden Digitalen Wandel unseren Erfolgskurs ausbauen. – Nur der Platz wird hier am Standort langsam knapp.“

Die Anfänge der GHH liegen in der namensgebenden Hütte „Gute Hoffnung“, die bereits 1782 in Oberhausen ihren Betrieb aufnahm, sowie in den MAN-Werken. Seit 2005 befindet sich der Hauptsitz des weltweit agierenden Unternehmens in Erle. Ein echter „Hidden Champion“ mit großem Aktionsradius. Auch im Bereich autonom fahrender und arbeitenden Baumaschinen ist es ganz weit vorn. Bei den derzeit rund 230 Mitarbeitern in Gelsenkirchen, darunter 8 Azubis, gehören sehr gute Kennnisse der englischen Sprache und eine hohe Affinität zu Technik und bits & bites selbstverständlich zum Anforderungsprofil. Die Auftragslage ist gut und eine dritte Produktionsschicht wird derzeit vorbereitet. Im Klartext: Weitere interessante und zukunftsfähige Ausbildungs- und Arbeitsplätze werden in Gelsenkirchen bei der GHH entstehen. Auch Praktikantinnen und Praktikanten sind gern gesehen. (www.ghh-fahrzeuge.de)

 

Hintergrund:
Mit der #WELTBEWEGEN-Tour verfolgt Matthi Bolte-Richter das Ziel, mit möglichst vielen innovativen Unternehmen in direkten Kontakt zu treten und zu filtern, wo Politik verbesserte Rahmenbedingungen schaffen kann. Außerdem geht auch darum, Best Practice-Beispiele aufzuzeigen und positive Synergien für eine nachhaltige Wirtschaftsförderung – auch über die kommunalen Grenzen hinweg – anzuregen. Dabei haben die Bündnisgrünen den hohen Stellenwert des Mittelstandes und die grundsätzlich positive Einstellung zur Digitalisierung im Blick. Der Wille zur Veränderung und die Innovationskraft werden dabei zu entscheidenden Motoren, um die Chancen für ein nachhaltiges Wachstum in NRW zu fördern. Bis Anfang März des Jahres sind bereits mehr als 50 Termine bei Start-ups, Forschungseinrichtungen, Hochschulen, digitalen und innovativen mittelständischen Betrieben in ganz NRW geplant. (www.matthi-bolte.de sowie insbesondere im Blog zur #weltbewegen-Tour)

Jürgen Prekel, Vorstandssprecher und seit 2017 Vertreter der GRÜNEN im städtischen Ausschuss für Wirtschaftsförderung (WBT) bringt sein Fazit aus dem Besuch bei der GHH Fahrzeuge so auf den Punkt:

TTT für GE

„GHH Fahrzeuge tritt den Beweis an, dass die drei großen „T“ bei der Standortwahl ein zentraler Lösungsansatz sind, um Unternehmen auch in schwierigen Zeiten auf Erfolgskurs zu bringen.

  • TALENTE finden und optimal fördern, sie fit machen für den internationalen Arbeitsmarkt.
  • TECHNIK innovativ und nutzbringend an die Bedürfnisse globaler Märkte anpassen.
  • TOLERANZ und Weltoffenheit als wesentlichen Bestandteil der eigenen Unternehmenskultur pflegen.

Warum kann dieses Modell nicht auch Vorbild für unser Gelsenkirchen sein, um den Imagewandel vom grauen Mauerblümchen zu einer erfolgreichen und lebenswerten Stadt im Herzen der Metropole Ruhr voranzubringen?“

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