Kurt-Schumacher-Straße, gesehen und gemalt von Joachim Winkler

Grüne diskutierten Luft- und Lebensqualität in Schalke-Nord

Ein ungewohntes Bild auf der „Schalker Meile“: Vor dem Vereinslokal Anno 1904 e.V. wehte die Fahne von Bündnis 90/Die Grünen. Rund 30 Gäste waren am 3. Mai auf Einladung der Partei erschienen, um über die Luftqualität an der Kurt-Schumacher-Straße und die Lebensqualität im Umfeld der Schalker Meile zu diskutieren. Sie setzten sich jeweils etwa zu einem Drittel aus Anwohner*innen und Vertreter*innen anderer Fanorganisationen, Mitgliedern des Vereins Anno 1904 e.V. und von Bündnis 90/Die Grünen zusammen.
Als Experten waren anwesend der Mobilitätsmanager der Stadt Gelsenkirchen, Tobias Tewes, Dr. Martin Arnold von der Mobilität-Werk-Stadt für die Metropole Ruhr, Friedrich Kreidt vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) und Peter Bruckmann vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC).
Der Maler Joachim Winkler, der im Bereich der Schalker Meile an der Kurt-Schumacher-Str. lebt, hatte für die Veranstaltung seine Vision einer lebenswerten Straße gemalt. Das Bild, das mit einem schwarz-weiß-Ausschnitt die Einladung zur Veranstaltung geziert hatte, wurde im Original gezeigt und stieß auf großes Interesse.
Im Zentrum der Diskussion standen die bislang seitens der Stadt ergriffenen Maßnahmen sowie weitere Vorschläge zur Verringerung der Verkehrsbelastung im Quartier. Aber auch die Allgemeine Lebenssituation im Umfeld der Schalker Meile wurde angesprochen. Besonders die kaum noch vorhandene Versorgungsstruktur für Anwohner*innen war ein Thema.

Fazit der Veranstaltung:

(1) Eine Steigerung der Lebensqualität ist ohne Verringerung der Verkehrsbelastung kaum denkbar! Sehr gelobt wurde die 5-Minuten-Taktfrequenz der Linie 302, was hoffentlich ausgeweitet wird und auf Dauer erhalten bleibt. Dringend erforderlich sind Radwege an der Kurt-Schumacher-Straße, da der Radverkehr auf der Fahrbahn lebensgefährlich ist und auf den Bürgersteigen ständig gefährliche Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern entstehen. Dazu ist eine Reduzierung der Fahrstreifen auf einen pro Richtung zwingend erforderlich.
(2) Der Bereich um die Schalker Meile wurde seitens der Stadt seit Jahren benachteiligt. Es muss schnellstens Stadterneuerung in diesem Bereich betrieben werden. Maßnahmen wie an der Bochumer Straße sind dringend nötig, um das Quartier am Leben zu halten.
(3) Klimaschutz und Mobilitätsplanung sollten bei der Stadt intensiviert werden (z.B. durch Personalaufstockung).

Die anwesenden Vorstandsmitglieder des grünen Kreisverbandes und Burkhard Wüllscheidt von der Ratsfraktion versicherten den Anwesenden, dass diese Aspekte der Ratsfraktion übermittelt werden, damit dort politische Schritte in die Wege geleitet werden können.

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